Halbzeit Silber

16-02-2016

Tom Zajac und Tanja Frank unsere designierten Olympiastarter zeigen sich bei der Nacra 17 Weltmeisterschaft am Clearwater Beach, Florida in blendender Form. Im abschließenden Medalrace vergaben sie jedoch die Chance auf eine Medaille.

Die Franzosen Billy Besson und Marie Riou, Titelverteidiger aus 2015 standen schon vor dem Medalrace als Sieger fest. Mit zwei Punkten Rückstand auf die zweitplatzierten Dänen wurde das Rennen von Platz 3 aus in Angriff genommen. Dahinter lauerten die ehemaligen Trainingspartner Vittorio Bissamo und Silvia Sicouri aus Italien auf ihre Chance. Theoretisch spielten auch noch das das junge Australische Team mit 17 Punkten Rückstand auf Tom und Tanja um die Medaillen mit.

Der Kurs wurde, wie bei Medalraces üblich direkt unter Land ausgelegt, um einerseits den Zuschauern gute Sicht auf die Segler zu ermöglichen, andererseits die Reichweite der Kameradronen nicht zu überfordern. Bei moderaten 13-15 Knoten wurde das alles entscheidende Rennen pünktlich um 15:00 (21:00 MEZ) gestartet.

Aus österreichischer Sicht beginnt alles nach Plan. Tom und Tanja positionieren sich beim Start vor den direkten Konkurrenten aus Dänemark. Die Dänen versuchen mit einer frühen Wende auf die Steuerbordseite zu entwischen, doch Tom und Tanja lassen sie nicht aus den Augen und kontrollieren Allan Norregaard und Anette Viborg Andreasen sicher. Beim Leegate ist noch alles paletti. Die Österreicher zwei Plätze vor den Dänen. Die Italiener, die nur eine Chance haben, wenn sie 6 Boote vor den Österreichern klassiert sind, runden nur einige Plätze vor den Österreichern.

Auf Grund der Abdeckung der Hochhäuser im Uferbereich können die Dänen auf der zweiten entscheidenden Kreuz in Lee hinter den Österreichern mehr Speed aufbauen und Tom in Lee überholen. Am letzten Vorwind versucht unser Team durch mehrere Halsen den Vorsprung der Dänen wieder wettzumachen, verliert dadurch aber entscheidende Meter, sodass schließlich auch noch die Schweizer vorbeiziehen können. Platz 9. Zusätzliches Pech ist, dass die Italiener kaltschnäuzig ihre kleine Chance nutzen und am finalen Gennakerkurs an den Engländern vorbeiziehen und als Dritte die Ziellinie passieren. Damit haben sie den 6 Punkte Rückstand in einen Ein Punkte Vorsprung verwandelt und den Österreichern die sicher geglaubte Bronzemedaille weggenommen.

Tom Zajac: Wir hatten in den entscheidenden Momenten nicht die nötige Ruhe, damit ist es der vierte Platz geworden.

Dennoch kann man auch nach dem enttäuschenden Verlauf des Medailraces sehr positiv in die Zukunft schauen. Wenn es auch diesmal nicht für eine Medaille gereicht hat, hat das österreichische Team hier in Florida das beste WM Ergebnis in seiner Nacra Karriere erreicht und segelte auf Augenhöhe mit den weltbesten Teams.

Die Materialprobleme scheinen Schnee von gestern zu sein. Der Speed passt, der Trainingsaufwand der letzten Jahre zeigt seine Früchte.

   

Kurz: Der Kurs nach Rio stimmt.

Der Burgenländische Yacht  Club gratuliert Tom und Tanja und dem ganzen Betreuerteam zum vierten WM Platz sehr herzlich!

peter czajka - 14.02.2016

  


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