Nichts für schwache Nerven

Alles ok für Österreich Segler nach dem ersten Wettkampftag. Schwierige Bedingungen, unterschiedlicher Druck, Winddrehungen bis 90 Grad. Dadurch bedingt ein auf und ab der Platzierungen an den einzelnen Bahnmarken. Letztlich sind für alle 3 österreichischen Boote nach zwei Wettfahrten die Chancen auf Medaillen intakt.

Die Nacra17-Klasse zelebrierte ihr olympisches Debüt auf dem  Medal-Race Kurs Pão de Acucar. Die wechselnden Verhältnisse sorgten für  lange Wartezeiten und ließen lediglich zwei der drei geplanten  Wettfahrten zu. Verhältnisse, die es während der vielen Trainingsaufenthalte in Rio nie gegeben hatte, machten unseren Seglern das Leben schwer.

Tom und Tanja durchlebten in  der ersten Wettfahrt Höhen und Tiefen, anfangs auf Platz fünf segelte  sich das Kufen-Duo am ersten Vorwindkurs auf Position 18 zurück. Die  anschließende Aufholjagd endete auf Rang 12. Die zweite Wettfahrt ein Spiegelbild der ersten. Der Start gelang nicht nach Wunsch. Das nächste Pech: Bei der Annäherung an die Luvtonne mit Nachrang fand unser Nacra Duo keine Lücke und musste einen Großteil des Feldes passieren lassen. Dann aber, am Vorwind in der Mitte mehr Druck als an den Flanken. Tom und Tanja bleiben perfekt in der Druckzone, nehmen dafür eine Vielzahl von Halsen in Kauf und werden mit der vierten Position am Leegate belohnt. Mit konservativer Taktik wurde noch ein weiterer Platz gutgemacht. Platz drei in der letzten Wettfahrt ergibt in der bisherigen Gesamtwertung Platz 5.

Mit den Plätzen 3 und 9 starteten Schmid/Reichstätter noch besser in die Serie. Punktegleich mit den dritten liegen die beiden derzeit ebenfalls auf Platz 5. In der zweiten Wettfahrt wäre nach gutem Start wieder ein absoluter Top Platz in Reichweite gewesen. Ein Windloch kostete dem 470er Duo aber wertvolle Plätze. 

Österreichs heißeste Eisen in Rio, die Doppelweltmeisterinnen Vadlau/Oga begannen die Serie stark mit einem dritten Platz. In der zweiten Wettfahrt wählte die beiden auf der Startkreuz eine äüßerst riskante Taktik und segelten gemeinsam mit den Französinnen und Polinnen auf die linke Feldseite und mussten sich bei der Luvbahnmarke nahezu hinter dem gesamten Feld einreihen. Derzeit liegt das österreichische Boot auf Platz 6.

Wegen einer Behinderung durch das Neuseeländische Boot in der ersten Wettfahrt legte Lara einen Protest ein, der zur Disqualifikation der Neuseeländerinnen führte.

Die Serie der Nacra17 wird am Donnerstag im Idealfall vier  Wettfahrten auf Copacabana fortgesetzt, die 470er-Damen segeln zunächst  auf Pão de Acucar und im Anschluss auf Ponte, bei den 470er-Herren  verhält es sich exakt umgekehrt. Die vierte Wettfahrt von  Schmid/Reichstädter wird laut Plan nach der fünften Entscheidung der  Finn-Klasse (ab 18.00/MEZ) auf ORF1 gezeigt.

(Dominic Marsano, Peter Czajka) 11.08.2016



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