Halbzeit

Thomas Zajac und Tanja Frank gehen als sechstplatzierte der Nacra17-Konkurrenz in die Halbzeitpause. Die Stimmung ist durch und durch positiv, der Hunger nach wie vor groß.

Exakt das, worüber im Vorfeld noch heiter gescherzt wurde, trat an den beiden ersten Bewerbstagen der Nacra17-Konkurrenz tatsächlich ein. Von drehenden Winden und enormen Druckunterschieden wussten man nach der dreijährigen Beackerung der Guanabara-Bucht ein Lied zu singen, was überraschend hinzukam, war die westliche Grundrichtung des Windes, bei der im Rahmen der Vorbereitung so gut wie nie gesegelt wurde. Die einzelnen Wettfahrten gestalteten sich zu einer nervenaufreibenden Achterbahnfahrt, ein Vorsprung war ebenso wenig wert wie ein Rückstand bitter, die Positionen wechselten ständig, Konstanz wurde das ultimativ  angestrebte Mittel zum Zweck. Letzteres zeichnet die Serie von Tom und Tanja aus, zwei zwölften Plätzen stehen die Ränge drei, sechs, acht und neun gegenüber.  

Damit sind die WM-Vierten von Clearwater mitten drin statt nur dabei.

An der Spitze rangeln Australien und Großbritannien punktegleich um die Pole-Position, dahinter folgt Italien. Damit konnte man rechnen, überraschend hingegen der große Rückstand von Co-Favoriten Spanien, das aktuell mit Position 17 Vorlieb nehmen muss. Steuermann Fernando Echavarri, immerhin ein Olympiasieger und Vorschoterin Tara Pacheco, eine Welt- und Europameisterin, haben erst eine Top-10 Platzierung im Trockenen und sind damit bereits gehörig angezählt. Ebenfalls angezählt, aber aus gesundheitlichen Gründen, sind die französischen Gold-Favoriten, die aktuell auf Platz 15 rangieren. Billy Besson, der mit Partnerin Marie Riou viermal in Folge WM-Gold schürfte, quält sich mit akuten Bandscheibenproblemen um den Kurs und dürfte die Serie wohl nicht zu Ende segeln.  

Am Freitag und Samstag wird der Grunddurchgang mit sechs weiteren Wettfahrten abgerundet. Sofern der Wind mitspielt und das Programm nach Wunsch abgespult werden kann, ist am Sonntag abermals frei. Endgültig abgerechnet wird am 16. August im Meda Race der Top-10.

Tom Zajac:

„Wir haben zwar nicht alles hundertprozentig getroffen und speziell am zweiten Tag ein paar Punkte liegen gelassen, aber unterm Strich sind wir mit der ersten Halbzeit  mehr als zufrieden. Hätte uns jemand im Vorfeld gesagt, dass wir auf Position sechs liegend in den ersten Ruhetag gehen, hätte wir das mit Handkuss angenommen. Wir sind voll im Spiel dabei und wissen, dass hier bis zum Schluss alles möglich ist. Einige der Top-Favoriten sind bereits angezählt und gehörig unter Druck, wir können hingegen weiterhin locker darauf lossegeln und freuen uns auf die Fortsetzung.  

Tanja Frank:

„Am ersten Tag hat der stark drehende Wind für lange Wartezeiten und zwei sehr anspruchsvolle Wettfahrten gesorgt, gestern haben wir dann Versäumtes nachgeholt und vier Runden absolviert. Es war sehr emotional, aber auch extrem anstrengend, der Ruhetag ist wichtig für den Körper und Geist, ich freue mich auf ein paar Stunden Abstand, die ich im Kreis meiner Familie verbringe. Bis jetzt verläuft die Regatta und generell unser Auftritt bei den Spielen absolut nach Wunsch, es fühlt sich großartig an hier zu sein.“

(domininc marsano 13.08.2016)

  


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