Ein langer Tag

4 Wettfahrten für Tom und Tanja, dann noch ewiges Warten vor dem Juryraum und eine anstrengende Protestverhandlung, Die Plätze 12, 6, 9, 8 ergeben knapp vor der Halbzeit Gesamtplatz 6.

Die Juryräumlichkeiten kennen Österreichs Segler mittlerweile fast so gut wie das Segelrevier. Der Protest der Australier gegen die Österrreicher wurde von der Jury wiederaufgenommen und nochmals verhandelt. Tom Zajac: "Die facts haben nicht mit der conclusion zusammengepasst, deshalb ist der Protest noch einmal von einer anderen Jury verhandelt worden" Am Ergebnis hat das nichts geändert, die Österreicher wurden "freigesprochen", die Wettfahrt bleibt in der Wertung.

Auf Grund des starken Windes, sogar das Fernsehstudio musste wegen Gefahr für die großen Fensterflächen geräumt werden, hat sich die Jury entschlossen die Bahnen zu tauschen. Die Nacra 17 Wettfahrten gingen unter Land über die Bühne, wo die Verhältnisse zwar segelbar, aber sehr unkonstant waren. In der Startkreuz der ersten Wettfahrt segelte Tom gemeinsam mit den französichen Dauerweltmeistern zu einer falschen Bahnmarke. Als sie den Fehler erkannten, waren sie dann weit über der Steuerbordlayline und mussten Halbwind zur Luvbahnmarke. Mehr als ein 12 Platz war da nicht mehr drinnen. Es folgten zwei solide Rennen mit den Plätzen 6 und 9. In der letzten Wettfahrt gelang ein toller Start direkt beim Startschiff und dank einer guten Nachstartphase konnten unser Nacra Duo die Luvbahnmarke mit einem sicheren Abstand als führendes Boot runden. Doch in Rio ist nichts sicher. Am Vorwind auf der Backbordseite wenig Druck und die Boote in der Mitte zogen vorbei. Eine ähnliche Situation wie bei Wettfahrt zwei, nur das diesmal die anderen Boote vom zunehmenden Druck profitierten und Tom und Tanja nur zusehen  konnten, wie die Führung verloren ging.

Unserem Duo fehlen derzeit 12 Punkte auf die Italiener, die derzeit am dritten Rang liegen. Tom und Tanja segeln eine solide Serie ohne Ausrutscher nach unten, aber es fehlen auch die Ausreißer nach oben, die es braucht um um in die Medaillenränge zu kommen. Noch ist alles möglich. Wir drücken die Daumen. Heute ist für  die Nacra Segler Ruhetag. Am Samstag gibt es dann drei weitere Wettfahrten.

Die 470er mussten gestern draußen in der hohen Atlantikwelle segeln. Aufgrund der Strömung, die gegen die Wellen stand, waren die Wellen nicht nur sehr hoch, sondern ungewöhnlich steil. Laut Aussagen aller Segler waren die Bedingungen grenzwertig. Die Ergebnisse beider Boote solide, aber es fehlen auch hier die Ausreßer nach oben. Schmid/Reichstätter liegen derzeit auf Platz 7, Lara Vadlau und Jolanta Ogar auf Platz 8. Aber letztendlich waren alle österreichischen 470er Seglerinnen und Segler froh den Tag ohne Blessuren, Kenterungen und Materialschäden hinter sich gebracht zu haben.

Leider gab es keine Livebilder. Schuld war nicht der ORF, sondern das schlechte Wetter. Es kann nur von der Innenbahn übertragen werden, die Kameras waren aber auf den 470ern, die kurzfristig nach außen verlegt wurden. 

Heute greift unser 49er Duo Niko Delle-Karth und Niko Resch in das Geschehen ein. Die 49er absolvieren ihre ersten Wettfahrten. Wenn nicht wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, sehen wir heute Abend eine 49er Wettfahrt und eine 470er Herren Wettfahrt in ORF 1. Um 18:00 gehts los. Wir sind wieder mit mehreren Computer dabei, um das Livetracking aller aktiven Klassen paralell verfolgen zu können. 

(peter czajka 12.08.2016) 

  



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